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Schönheit haftet nicht länger das ökonomische oder sexuelle Substrat an, sondern am blossen Zeichen eines verführerischen Trugbildes. Dass sich auch Sexualität wie das Falschgeld fälschen, fingieren und fiktionalisieren lässt, verdichtet sich insbesondere in einer Sequenz, in der Friedkin die filmische Macht des Falschen offen ausstellt:

Masters beobachtet seine Freundin Bianca bei einer Tanzshow, bei der die Geschlechtsidentität der Tänzer und Tänzerinnen durch die Masken des Make-ups verschleiert werden. Als die Kamera in Rückenansicht einen der Tänzer in die Umkleidekabine folgt, ist dieser von hinten deutlich als ein Mann zu erkennen. Im Moment des Kusses zwischen Masters und ihm, wird jedoch während des Umschnitts auf die andere Achse der Mann durch Bianca ersetzt.

<<  Ausgabe 05 | Seite 33  >>